Bildname: Scubapro Mark 10 B.A.
Jahrgang: 1984
Beschreibung:
Scubapro Mark 10 B.A Zweite Stufe.
Balanced Adjustable First Stage Regulator.
1984 bis 2000. Wieder war diese neue Konstruktion eine Sensation ! Die erste „pneumatisch balancierte, einstellbare Stufe“. Was versteht man unter „balanciert“? Wenn die Kraft der einströmenden Luft aufgehoben wird, - im Gegensatz zum Downstream -Ventil, wo ( wie beim Mark 5 bereits beschrieben ) die Kraft der Luft in die gleiche Richtung wirkt wie sich das Ventil öffnet, - und das Öffnen des Ventils daher nicht direkt beeinflusst, bezeichnet man dies als „balanciert“. Beim Downstream-Ventil hat immer eine Feder die Kraft geliefert, die für die Abdichtung zwischen dem Ventilsitz und dem Ventilträger notwendig ist. Sie musste stark genug sein um gegen die Downstream-Kraft des von der Ersten Stufe her kommenden Mitteldrucks ( 7-10 Bar ) anwirken zu können. Der Taucher muss beim Einatmen einen gewissen Atemwiederstand überwinden bzw. im Reglergehäuse einen Unterdruck erzeugen, um die Feder komprimieren zu können und das Ventil zu öffnen. Um nicht zu starke Federn nehmen zu müssen, wurden recht kleine Bohrungen in Ventilsitz verwendet, die Luftliterleistung war daher eher eingeschränkt. Die Weiterentwicklung vom „Einstellbarem Downstream-Ventil“ zum „Pneumatisch Balanciertem“ Einstellbarem Ventil war ein einfacher Prozess. Um die Dowstream-Kraft zu eliminieren und mit einer schwächeren Feder auszukommen wurde ein Ventil hergestellt, in dem der Downstream-Druck von zwei Seiten her wirkt. Somit wird keine Kraft mehr produziert die den Ventilträger nach eine der beiden Seiten bewegt. Eine kleine Feder ist nun nur mehr notwendig um das Ventil zu verschließen. der Taucher braucht daher keine „Kraftanstrengung“ zum Öffnen des Ventils, d.h. der Atemwiederstand ist enorm schwächer geworden, der Atemkomfort damit wesentlich erhöht, und die Luftliterleistung ist durch die Möglichkeit die Bohrungen stark zu vergrößern um das Vielfache erhöht worden. Im Mark 10 B.A. erreichte man diese „Balancierung“ im Ventilgehäuse mit einem in der Längsrichtung durchbohrtem Ventilträger.